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Tania Hölzl

Bezirksrätin
„Gerechtigkeit muss täglich aufs Neue erobert werden!“
Tania Hölzl

Ich bin 2008 mit meinem Sohn von Salzburg in die Josefstadt übersiedelt. Als Kunsthistorikerin arbeite ich in verschiedenen kulturellen Feldern, vor allem als Journalistin und als Lehrbeauftragte für Kunst- und Kulturwissenschaften an einer Fachhochschule.

Die Auseinandersetzung mit kritischen Theorien wie Gender Studies und Postcolonial Studies, die sich mit Ungleichheit, Macht und Rassismus auf realer und symbolischer Ebene befassen, und die Frage, was man diesen Missständen entgegensetzen kann, sind Kernbestand meiner Arbeit und generell meiner Lebenspraxis.

Ein Ziel von mir ist es, emanzipatorisches, gesellschaftspolitisch relevantes Wissen zu erarbeiten und zu vermitteln und damit die Sensibilität hinsichtlich Ausgrenzungen und Diskriminierungen zu fördern. Politisches Handeln beginnt für mich zentral auch im Denken oder in den Grundannahmen über andere Menschen oder Gruppen, diesen Blick auf andere zu entideologisieren bedeutet einen wichtigen Schritt zu einer aufgeklärten und friedlichen Gesellschaft.

Als ein grundlegendes Merkmal gelingenden Zusammenlebens erachte ich Gerechtigkeit und Chancengleichheit in seinen mannigfaltigen Facetten - gleich, ob es sich um Verteilungsgerechtigkeit in sozialer, ökonomischer, bildungsmäßiger Hinsicht handelt oder um Fairness, die sich in der alltäglichen Kommunikation im nicht-hierarchischen Dialog oder in der Anerkennung von pluralistischen Lebensentwürfen manifestiert.

Grundsätzlich möchte ich mit den Grünen in der Josefstadt der "kalten" neoliberalen Politik in all ihren Erscheinungsweisen entgegentreten. Eine gesteigerte Wettbewerbsgesellschaft, die von der Ideologie der Selbstverantwortlichkeit und einer Ökonomie der Erschöpfung gekennzeichnet ist, bietet keine schöne Zukunftsvision und kein gutes Leben für alle.

Es gibt also viel zu tun - wir müssen verbessern - wir müssen verändern, mit dem Horizont einer solidarischen, auf Gemeinwohl basierenden Gesellschaft.

Ich wünsche mir eine bunte und kulturell vielfältige Josefstadt. Das beinhaltet einen nicht-elitären Kulturbegriff, der die so genannte Hochkultur, Subkulturen und populäre Alltagskulturen nicht als strikte Gegensätze konstruiert, sondern als sich bereichernde und gleichberechtigte Aktionsräume versteht.

Herzlichst, Tania Hölzl

tania.hoelzl@gruene.at