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Laura Suárez-Torres

Bezirksrätin
„Ich stehe für eine intelligente, sensible, tolerant und inklusive Josefstadt!“
Laura Suárez-Torres

Mein Name ist Laura SUÁREZ-TORRES, geboren als Mädchen einer Arbeiterfamilie in Buenos Aires, Argentinien. Ich stamme aus einer Familie von einerseits spanischen Immigranten, die dem Bürgerkrieg zur Diktaturzeit Francos entflohen sind andererseits italienischen Einwanderern, die der Hungersnot und der Arbeitslosigkeit Norditaliens entkommen sind.

Seit dem Jahr 1990 lebe ich in Wien. Von meinem Vater habe ich die spanische  Staatsbürgerschaft geerbt, die es mir erlaubte, in Österreich zu bleiben. Ich bin Mitarbeiterin im Puerta del Sol, Tapas- Bar auf der Lange Gasse und arbeite selbständig im Kulturbereich, habe verschiedene Ausstellungen, Konzerte und Festival organisiert und vertrete unterschiedliche MusikerInnen und Bands aus Argentinien, Spanien und Italien. Im Jahr 2010 trat ich den Grünen Josefstadt bei.

Von 1984 bis 1990 arbeitete ich als Lehrerin an einer Schule in den „Slums“ von Buenos Airtes. 80% der Kinder an dieser Schule waren selbst Migrantinnen und Migranten aus Bolivien und Paraguay, mit geringen spanisch Sprachkenntnissen. Für mich war das eine wichtige und prägende Erfahrung, die mich bis heute stark und nachdrücklich mit dem Thema Bildung verbindet. Als Lehrerin in einem Team von BildungsreformerInnen konnte ich erfahren, wie ein Bildungssystem positiv verändert werden kann.  Dieses Wissen und diese Erfahrung möchte ich in meiner Arbeit als Bezirksrätin der Josefstadt einbringen und engen Kontakt zu den Bildunsgeinrichtungen im Bezirk pflegen: eine andere Schule ist möglich.


Ein Blick auf die Realität.

Seit einigen Jahren ist das Thema der Bildungsreform einer der wichtigen Punkte auf der „to-do-Liste“ der Staaten an verschiedenen Orten des Planeten. Auf der Welt und auch in Europa zwingt das Scheitern eines auf Machtkonzentration und auf perverser Verteilung des Reichtums begründeten wirtschaftspolitischen Models das Bildungssystem dazu, eine armselige unterwürfige Rolle zu spielen und vor der Marktpolitik und ihren Erfordernissen auf die Knie zu gehen. Die Bildung verliert ihre visionäre, befreiende und realitätsverändernde Essenz.

Die erste reformorientierte Idee ist die des Strukturwandels; in der Praxis sind die vollbrachten Veränderungen im Bildungsbereich stets an “Formalitäten” gebunden, die generell  wenig mit der Qualität des Lehr- und Lernprozesses zu tun haben, dem Grundpfeiler jedwedes Bildungssystems einer Gemeinschaft. Es geht dabei viel mehr um Veränderungen (improvisiert von gerade amtierenden Politikern, die angesichts des sozialen Drucks versuchen, das System zu modernisieren) die vom pädagogischen Standpunkt her eine bürokratische Matrix reproduzieren und somit die Konzepte und die Rolle der traditionellen Schule fortsetzten. Und vom institutionellen Standpunkt her reproduzieren sie eine unternehmerische Matrix und verwechseln dabei Schule mit Unternehmen und Bildung mit Geschäft.


Josefstadt:  eine Bildungsgemeinschaft

Die Regierung der Josefstadt soll aktiv an Bildungsthemen teil. Die Mitglieder der Bildungsgemeinschaft unseres Bezirks sind Kinder, Jugendliche, Lehrerinnen und Lehrer, Direktoren und Eltern, Bewohner der Josefstadt: sie sind die Zielgruppe und sie sollen von unserer politischen Tätigkeit profitieren, sie sind die Hauptakteure unserer “Vision“.

Darum wollen wir eine Josefstadt...

... die den Bezirk in den Dienst seiner Schulen stellt, die gemeinschaftliche Bildungspolitik betreibt, die in ihr Budget wirtschaftliche und menschliche Ressourcen für die Stärkung der schulischen Lernaktivitäten einschließt und zur ständigen Weiterbildung ihres Lehrpersonals beiträgt.

... die die Kultur des Lernens als gemeinschaftliches Instrument fördert, um die Entwicklung und das demokratische Zusammenleben aller Bewohner zu gewährleisten.

... die Umwelterziehung als Thema des gemeinschaftlichen politischen Handelns übernimmt.

...  die mit einer neuen Schule den Bedürfnissen einer “neuen“ Gesellschaft des Wissens und der Neuen Technologien gerecht wird, mit Kindern und Jugendlichen die Wissen erzeugen, die auf die Straße gehen um dort ihre Studienobjekte zu finden -und nicht nur auf den Abbildungen eines Buches-, die ihr Wissen teilen und neues Wissen entstehen lassen.

...  die mit Schulen, die sich der ihnen existierenden Realität anpassen, die die Veränderungen innerhalb der Gemeinschaft aufnehmen, ebenso wie die unwiderrufliche und bereichernde Realität der Vielfältigkeit.

... mit Schuldirektoren mit Visionen und gemeinschaftlicher Ausrichtung, die die Organisation und die institutionelle Praxis in den Dienst der Anforderungen ihrer Jugendlichen, ihrer Lehrerinnen und Lehrer, der Familien und der Gesellschaft stellen.

... mit zukunftsorientierten und pädagogisch innovative Schulen, deren Lehrerinnen und Lehrer bereit sind, die Lernprozesse ihrer Schüler zu leiten, mit allen Konsequenzen: den Erfolgen, den Misserfolgen und den Anläufen. Wir wollen Schulen mit Lehrerinnen und Lehrern, die sich neuem Wissen, Praktiken und Erfahrungen öffnen wollen. Wir wollen Schulen mit Lehrerinnen und Lehrern, die sich für Gruppenarbeiten begeistern, für des Lernen “voneinander und miteinander“, für den Austausch von Hypothesen, Erfahrungen, Beobachtungen und Analysen, für die Suche nach Lösungen und Strategien innerhalb der Gruppe falls Schwierigkeiten auftreten. Wir wollen erneuerte und in der kollektiven Erfahrung gestärkte Lehrerinnen und Lehrer.

... mit einer präsenten und aktiven Bildungsgemeinschaft, mit Schulen und Familien die ihre Erwartungen, Verantwortungen und die Unterstützung im Bildungsprozess ihrer Kinder und Jugendlichen ausdrücken. Wir wollen Schulen und Familien, die fähig sind zu kommunizieren, zu verhandeln, Konsens zu finden und zu positiven Lösungen in Bezug auf die Bildungsziele ihrer Jugendlichen zu kommen.

... mit großzügigen und solidarischen Kindern und Jugendlichen, die bereit sind, ihresgleichen zu integrieren und mit ihnen Bewegung, Hilfe, Wissen und positive Erfahrungen zu teilen. Wir wollen neugierige und mutige Schüler, die in der Lage sind, sich für die Suche nach neuen sozialen Werten und bessere gemeinschaftliche Lebensformen zu engagieren.

... die Bildung als gemeinschaftliches Instrument erachtet, um ihre Bewohner für den Dialog, die Reflexion, die Vertrauensbildung und nachhaltige Beziehungen zu rüsten.

Ich stehe für eine intelligente, sensible, tolerant und inklusive Josefstadt,

Ihre Laura Suárez-Torres